Instrumentalspiel
fördert Hand- und Armreha
Das
Spielen von Musikinstrumenten födert die motorische
Rehabilitation von
Arm- und Handfunktionen. Zu diesem Ergebnis kommt eine klinische Studie
mit 20 Schlaganfallpatienten. Die Patienten wurden in zwei Gruppen
entweder mit Musiktherapie oder mit der sogenannten Forced-Use-methode
behandelt. Der Untersuchungszeitraum betrug 3 Wochen bei insgesamt 15
Therapieeinheiten.
Die Teilnehmer der
Musiktherapiegruppe trainierten Arm- und Handfunktionen. Für
die
Handaktivität wurde ein elektronisches Klavier verwendet. Das
Armtraining wurde mit Hilfe elektronischer Drum pads
durchgeführt.
Diese Hardgummiplatten erzeugten über ein Klangmodul
verschiedene Töne.
Dadurch konnten die Probanden am Tasteninstrument wie auch am
Schlagzeug eine Tonleiter aus 8 Tönen lernen. Mit diesem
Tonvorat
lernten die gelähmten Patienten schließlich einfache
Melodien zu
spielen.
Die Patienten der
Musiktherapiegruppe konnten ihre Bewegungen in Bezug auf
Geschwindigkeit, Genauigkeit und harmonische Muskelrekrutierung
deutlich verbessern. Auch steigerten die Instrumentalspieler ihre
Alltagsbewegungen (z.B. Nine Hole Peg Test) stärker als die
Teilnehmer
der Forced-Use-therapie. Das therapeutische Intrumentalspiel stellt
somit eine wirksame Therapieform bei zentralen Lähmungen der
Arme und
Hände dar.
Schneider
et al. (2007): Using musical Instruments to improve motor skill
recovery following a stroke. Journal of Neurology 2007
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