Parkinsonerkrankung - Morbus Parkinson

Die Parkinsonerkrankung lässt sich bis heute nicht ursächlich heilen. Wenn medikamentöse Therapien nicht oder nicht mehr ausreichend helfen, können Betroffene sich in Spezialkliniken behandeln lassen. Diese Fachkrankenhäuser oder Neuro-Reha-Kliniken bieten sehr häufig Musiktherapie an. Dies ist bei Morbus Parkinson eine sehr wichtige begleitende Therapie.

Durch RAS - Gangtraining mit Musik oder Metronom können Parkinsonkranke ihre Gehfähigkeit verbessern. Je nach Zielvorgabe kann man an einer größeren Schrittlänge, einem stärkeren Armschwung oder der Gangsymmetrie arbeiten. Entscheidend für den Therapieerfolg ist eine spezielle, angepasste Trainingsmusik. Diese sollte ein konstantes Tempo zwischen 105 bis 130 bpm haben. Das Gehen verbessert sich in erster Linie durch Beschleunigung.

Bei Gangblockaden - dem sogenannten Freezing - hilft ein rhythmisches Training mit Metronom (s. Abb.) wieder flüssiger zu gehen. Die Blockaden lassen sich deutlich reduzieren. Geübt wird mit einer verlangsamten Geschwindigkeit.

In der Gruppensingtherapie können Parkinsonpatienten intensiv die Stimme und die Atmung schulen. Es verbessert sich die Stimmqualität und Atem-Stimmkoordination. Dies hat immer auch positive Auswirkungen auf das Sprechen und somit auf die Kommunikation.

In der tänzerischen Gruppenmusiktherapie werden zu Kreis-, Block- oder Paartänzen leichte Bewegungen vollzogen. Neben dem starken Therapieeffekt für die Beweglichkeit und die Koordination können Parkinsonkranke hierbei auch die Freude an Bewegung zurückgewinnen. (Sie dazu auch Nachrichten: Tanzen hilft bei Parkinson)

Auch das Sprechen lässt sich mit musiktherapeutischen Methoden wirksam verbessern. Beim Rhythmischen Sprechtraining lernen vorher schwer verständliche Patienten im Takt wieder deutlicher zu artikulieren. Das Therapeutische Singen geht gezielt auf Stimm- und Atemprobleme ein.

In der aktiven Musiktherapie werden Instrumente eingesetzt. In Einzel- oder Gruppentherapie förderte diese Methode die Krankheitsverarbeitung und die Motorik. Als solche entspricht sie einer Musiktherapeutischen Psychotherapie. Das Spiel auf den Instrumenten wird nicht erlernt oder vermittelt. Es ist (Handlungs)mittel zum Erreichen des Therapieziels.

Beim Musikgestützten Feinmotoriktraining können Hände und Finger so trainiert werden, dass Aktivitäten des täglichen Lebens wieder leichter von der Hand gehen.

 

 




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Anti-Freezing-Lied
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